Profe Felix y sus niños ;)

April 17, 2009 von felitsche89

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Fotos de Granada – Nicaragua

April 17, 2009 von felitsche89

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Fotos de Bocas del Toro – Panama

April 2, 2009 von felitsche89

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„Die Kunst und Ich“ oder „Aus dem Leben eines Kuenstlers“ („El arte y yo“ o „De la vida de un artista“)

April 1, 2009 von felitsche89

Zwei Wochen im Hort der Kunst – dem Casa del Artista – sind vergangen und schon hat meine kuenstlerische Karriere ihr ueberraschendes Ende gefunden.

Weder durfte ich mich, lediglich mit Weinlaub bedeckt, entbloessen – selbstverstaendlicherweise nur um der Kunst, und nur der Kunst willen – noch war es mir moeglich mein umfangreiches Wissen auf dem Gebiet der Kuenste weiterzugeben, bzw. anzuwenden.

Mein Rueckzug von der kuenstlerischen Buehne besitzt vielerlei Gruende. Die naheliegenste Vermutung ist sicher diese, dass meine besonders ausgebildete kuenstlerische Ader, mein Talent fuer jegliche Form der Kuenste schlicht verkannt wurde. Auch die Absage seitens der Akt-Abteilung der Schule an meine zugegeben, relativ offenherzige Offerte traf mich aeusserst hart vor den Kopf.

Hinter solch hart zu schluckenden Pillen, verschwinden schnell ein paar unscheinbare Tatsachen. Das Gesicht des kuenstlerischen Direktors am ersten Tag meines geplanten Kuenstlerlebens sprach umfangreiche Baende. Der Beginn meiner Karriere war niemandem bekannt und keinerlei Vorbereitungen waren demnach getroffen worden. Geplatzt der Traum vom Kuenstlerleben, ehe es ueberhaupt beginnen konnte?!? Ich war geschockt…

Fuer die naechsten zwei Wochen sollte mein Kontakt mit den Kuensten in der hauseigenen Bibliothek stattfinden. Und da das Sortieren von Kunstmagazinen meinen unbaendigen Durst nach el mundo del arte nicht loeschen vermochte, nahm ich schliesslich meinen Hut…

Ausgezogen um die Kunstwelt zu erobern, zurueckgekehrt um mit 7-Jaehrigen „papa caliente“ (nicht = heisser vater!!) zu spielen. Vergeht el profesor felix, que ahora esta trabajando en una escuela por los niños, die Lust am Spiel,  so findet sich endlich Gelegenheit Gelerntes zur Anwendung zu bringen. Bereits nach nur einer Woche clase con Felix laesst sich feststellen, dass die Einfuehrung der Hinz’schen Sportunterrichtskultur auf ebenso viel Gegenliebe stoesst, wie es sich in der Heimat feststellen laesst. Absolut enttaeuschend dennoch, dass meine niños nicht einmal  im Stande sind „30 Runden mit Ball am Fuss“ (O-Ton) zu absolvieren, oder bereits manch einer schon nach den ersten 50 “Aufwaerm-Liegestuetzen“ um Pause fleht…

Waere ich wirklich so beschaeftigt, so waere es sicher keine Kunst den Tag ansprechend zu gestalten, bzw. meine Drillkuenste zur Geltung zu bringen. Aber so beschaeftige ich mich - al final – doch mit der Kunst. Wenn auch mit einer ganz Anderen als zu Beginn…

 

Aventura im Friseursalon

März 30, 2009 von felitsche89

Costa Rica ist ein aufregendes Land; aufregend in vielerlei Hinsicht. Natur im Ueberfluss, eine vielfaeltige Kultur, und – keinesfalls zu unterschaetzen – die unglaublich abwechslungsreiche Kueche des Landes.

Dem erprobten Abenteuertouristen bietet sich ein vielfaeltiges Angebot, ja geradezu paradiesische Moeglichkeiten, den Adrenalinspiegel in die Hoehe schnellen zu lassen. Von Bungee-jumping an poroesen Gummiseilen, ueber Kayaking durch Schnappis Wohnzimmer bis hin zu Canopy an rostigen Drahtseilen mit dubiosen Tico-Gestalten.

Wer aber von alle dem noch immer nicht genug hat und nach dem ultimativen Abenteuer lechzt, den finalen Kick sucht, der kann ihn ohne Weiteres beim Gang zum oertlichen Friseur erleben.

Kurz angefeuchtet, das Benutzen des Wasserdispersers huellt das Haupthaar in einen angenehm erfrischenden Nebel, geht es auch schon los. Ohne grossartig auf die Vorstellungen und Wuensche des erwartungsvollen Kunden einzugehen, geht der vielfach erprobte und gezeichnete Adventure-Anbieter zu Werke.

Schnell und mit geuebten Handgriffen wird das dicke Kopffell mit einem scheinbar zuvor angespitzten Kamm – erhoeht Nervenkitzel; das Davontragen von furchenartigen Zeichnungen ist zugleich Beweis des Erlebten -  zurecht gelegt.

Mit zusaetzlichem, an eine gemeine Heckschere erinnerndem Werkzeug erscheint der Serviceanbieter nach einer kurzen Verschnaufspause aus dem  neonbeleuchteten Hinterzimmer. Nun wird, mit groben aber keinesfalls ungezielten Schnitten – ab 3 centimetern aufwaerts – die vormals schoene Haarpracht bekaempft. Innerhalb von schaetzungsweise 5 1/2 minutos, mit mehr kann man nicht rechnen, haben die Scherenmesser bereits ihren Dienst getan.

So schnell und berauschend das Abenteuer begonnen hat, findet es auch sein Ende. Ein kurzer, aber preisguenstiger Spass, braucht es doch nur einen einfachen Langhaarrasierer um die Folgen des kurzzeitigen Adrenalinkicks zu beseitigen…

Aus dem Leben eines Halb-Ticos!! ;)

Februar 28, 2009 von felitsche89

Hola muchachos!!

mit reichlich Verspaetung melde ich mich wieder aus dem schoenen Costa Rica. Aus dem Land in dem Saeuglinge zum Kaffee aus der Baby-Flasche immerhin leche bekommen koennen (vermute allerdings nur auf Nachfrage) und man – sofern man die warme Version der Dusche am fruehen Morgen bevorzugt – zunaechst den antiken Stromschalter /-hebel (versteckt sich hinter Duschvorhang)  betaetigen muss.

Schafft man es trotz gluehendem Draht neben Wasserhahn, das winzige Minimum an physikalischen Grundkenntnissen auszuschalten, naemlich, dass Wasser und elektrischer Strom eine relativ, im schlimmsten Fall sogar recht unangenehme Kombination ergeben koennen, dann kann der warme Regen von oben einen wichtigen Beitrag zur Loesung der naechsten kniffligen Aufgabe auf der tour del baño leisten – der Toilette…

Weder lassen sich wesentliche Unterschiede, verglichen mit dem im alten Europa anzutreffenden WC feststellen, noch stellt die Benutzung ein nennenswertes Risiko, bzw. Schwierigkeit dar. Die Herausforderung besteht lediglich darin, der Versuchung zu widerstehen, das ultraduenne Papier nach Benutzung auf dem ueblichen Weg loszuwerden - in diesem Fall droht die absolute Verstopfung.

Als sich am ersten Abend in Costa Rica das Wasser, ueber die Brille hinweg, seinen Weg in die Dusche gebahnt hatte, fiel auch mir wieder die (anscheinend) wichtige Zeile im Reisefuehrer ein: Papier gehoert in jedem Fall in  Eimer!!

Mein „Schulweg“ – ich gebe meine Leidenschaft „zu Fuss gehen“ selbstverstaendlicherweise auch in Costa Rica nicht auf – ist von Hindernissen und Gefahren gepflastert. Zwingen mich tollwuetige Chiuauas nicht zu unnoetigen Umwegen, so sind es doch die Burggraben-aehnlichen Wasserabfluesse zu beiden Seiten der „Strasse“. In diesen Hoellenschluchten - glaubt man costaricanischen Hausfrauengeschichten – sollen schon viele abenteuerlustige Sprachschueler auf ewig verschollen sein oder diesen nur mit grauenhaft verschmutzen – Schlamm bis zum rodilla (Knie) – Flip-Flops entkommen sein.

Je mehr Zeit man in Costa Rica verbringt, desto mehr gewoehnt man sich jedoch an die zahlreichen Gefahren, die der morgendliche Weg zum Hort der spanischen Sprache birgt. Dann bleibt Zeit die typische, costaricanische Art des Hausbaus zu bewundern. Der Tico im Allgemeinen scheint (er tut es auch tatsaechlich) ein enormes Sicherheitsbeduerfnis zu hegen. Vergleiche mit Tigerkaefig werden dem Bild, das sich Nicht-Ticos hier bietet, bei Weitem nicht gerecht.

Stacheldrahtzaun – wahlweise mit skalpelaehnlichen Klingen bestueckt oder ganz einfach im gaengigen Originalzustand – Gitterstaebe, allerdings in Form mehrerer Verteidungsringe, Mauern, sowie niedliche, tierische Spielgefaehrten lassen an Hochsicherheitsgefaengnisse oder Aehnliches erinnern (mein Zimmer befindet sich uebrigens innerhalb des dritten Verdeidigungsrings – Gitter, Doppelverglasung inkl. 4 „kleinen“, dt. Schaeferhunden an meiner Seite).

Die Einzigen, die jederzeit und ungefragt Zugang zur Tico-Festung haben, sind meine reizenden Mitbewohnerinnen. Allerdings sind diese geselligen Damen – obwohl fotogen – aeusserst fotoscheu  und so werde ich sie  erst beim naechsten Mal, dann mit entsprechendem Bild, vorstellen koennen. ;)

Die naechste Woche werde ich an der Pazifikkueste verbringen, neben sonnen, Sonnenbrand-pflegen und fliegenden Cucarachas hinterherjagen, werde ich mich noch eine letzte Woche der spanischen Sprache widmen…

Sollte ich Strand, Sand, Cucaracha oder Tequila ueber haben, dann folgt naechste Woche hoffentlich endlich mal ein wirklicher Reisebericht inkl. traumhaften Fotos ;)

Liebe Gruesse ins kalte Alemania

Buenos días Alemania

Februar 18, 2009 von felitsche89

liebe Gruesse aus dem schoenen Costa Rica. Nach mittlerweile zwei rastlosen, anstrengenden und teils ermuedenden Wochen ;)  hab ich es endlich geschafft ein erstes Lebenszeichen nach Hause abzugeben.

Waehrend ihr im kalten Deutschland schnieft und aus der Nase trieft, hole ich mir hier regelmaessig (nein beinahe) taeglich Sonnenbrand inkl. Dehydrierung ab. Nachdem ich der Cucaracha in der Dusche einen guten Morgen gewuenscht habe, gehts ab zum Fruehstueck. Gebratener Reis más frijóles, im costaricanischen Volksmund auch gerne als Gallo Pinto bezeichnet. Dazu gibts frischste Fruechte, gemixt oder auf grosser Platte angerichtet and mucho café.

De lunes a viernes bemuehe ich mich in der Sprachschule von Heredia mein Spanisch so zu verbessern, bzw. zu lernen, dass ich mich in ein paar Wochen mit den Ticos /-as einigermassen unterhalten kann.

Waehrend der insgesamt vier Wochen clase de español, wohne ich bei den Jimenez’. Eine ueberaus nette Familie, die aus Eltern Jimenez, Tochter Jimenez (40), esposo von Tochter Jimenez, Kind + 4 Hunde Jimenez und Haussklave Opa besteht ;) ). Von Mama Jimenez, meiner mamá tica, wurde ich sofort als „Sohn-auf-Zeit“ aufgenommen. Sie wacht strengstens darueber, dass die Kinder nicht von der Stange fallen und bekocht uns reichlich.

Die costaricanische Kueche ist, soweit ich das bis jetzt ueberblicke, grundsaetzlich eine sehr variantenreiche. Dennoch fordert sie die Kreativitaet der Koechin / des Koches immer wieder aufs Neue heraus. Die essentiele Kernfrage, um die sich letztendlich alles dreht, ist die nach der Kombination der Must-Haves eines jeden costaricanischen Gerichts: „Arroz con frijoles“ oder vielleicht doch „Frijoles con arroz“ ?!?; dazu werden leckere, aber unerhebliche Beilagen wie Fleisch, Fisch, oder weiteres Gemuese gereicht.

Neben rice and beans laesst sich Kaffee wahrscheinlich zu den drei Hauptnahrungsmitteln eines Ticos zaehlen. Das Trinken der dunkelbraunen Bruehe (café negro, oder auf Wunsch auch mit einem Schuss leche) ist Droge und Zeitvertreib zugleich. Es fuellt von Langeweile gepraegte Stunden in Sprachschulen oder anderswo mit Sinn und hilft, jedenfalls bis zu einer gewissen Koffeinkonzentration im Koerper, einem Sprachschueler ueber Muedigkeit und mangelnde Merkfaehigkeit hinweg.

Angefangen in den fruehen Abendstunden, wechselt jeder der etwas auf sich haelt, vom Kaffeepott zur Cerveza-Flasche oder goennt sich den ein oder anderen Betthupferl-Tequila….